Umsatz ist nicht Gehalt
Als Selbstständige oder Selbstständiger erhältst du kein Gehalt, sondern Umsatz. Davon zahlst du Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge, Steuern, Arbeitsmittel und die Zeiten ohne Auftrag selbst. Ein Tagessatz oder eine Provision lässt sich deshalb nur mit einem Bruttogehalt vergleichen, wenn du diese Kosten vorher abziehst. Plane außerdem Urlaub und Krankheitstage ein, in denen du nichts abrechnest.
Provision genau prüfen
Bei Provisionsmodellen hängt dein Einkommen vollständig von Abschlüssen ab. Frag nach, wie hoch die Provision je Abschluss ist, ob sie bei einer Stornierung zurückgezahlt werden muss und ob es in der Anlaufzeit einen festen Zuschuss gibt. Angaben wie ein möglicher Monatsverdienst in einer Anzeige beschreiben ein Ziel, keine Zusage.
Umsatzsteuer und Rentenversicherung
Lag dein Umsatz im Vorjahr bei höchstens 25.000 Euro und liegt er im laufenden Jahr bei höchstens 100.000 Euro, kannst du die Kleinunternehmerregelung nutzen und weist keine Umsatzsteuer aus. Rentenversicherungspflichtig sind unter anderem selbstständige Lehrkräfte ohne versicherungspflichtige Angestellte sowie Selbstständige, die auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind und keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.
Einen Tagessatz kalkulieren
Starte mit dem Jahreseinkommen, das du vor Steuern erreichen willst, und addiere Versicherungen, Altersvorsorge, Arbeitsmittel, Software, Weiterbildung und Büro. Teile die Summe durch die Tage, die du realistisch abrechnen kannst. Von den Werktagen im Jahr ziehst du Feiertage, Urlaub, Krankheitstage und die Zeit für Akquise und Verwaltung ab. Das Ergebnis ist deine Untergrenze, unter der sich ein Auftrag nicht trägt.
Krankenversicherung
Als Selbstständige oder Selbstständiger versicherst du dich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung oder privat. In der gesetzlichen Versicherung richten sich die Beiträge nach deinen Einnahmen, und du trägst sie allein. Kläre auch, ob du ein Krankentagegeld absichern willst, denn ohne Auftrag gibt es keine Entgeltfortzahlung.
Gehälter auf dieser Seite
Beispiele:
Dein tatsächliches Einkommen hängt von Abschlüssen, Auslastung und deinen Kosten ab.
Rechnungen richtig stellen
Eine Rechnung braucht unter anderem Namen und Anschrift beider Seiten, deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ein Rechnungsdatum, eine fortlaufende Rechnungsnummer, Leistung und Zeitraum sowie den Betrag. Nutzt du die Kleinunternehmerregelung, weist du keine Umsatzsteuer aus und vermerkst das auf der Rechnung.